Chronik

Die ersten 25 Jahre von 1920 bis 1945

Schon im Jahre 1914 hatten sich fußballbegeisterte junge Männer im damaligen Jünglingsverein in Klein-Süßen zusammengeschlossen, um Fußball zu spielen. Man traf sich mit Nachbarvereinen zu Freundschaftsspielen. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem viele dieser jungen Leute ihr Leben lassen mussten, wurde der Gedanke, in Klein-Süßen einen Sportverein zu gründen, wieder aufgegriffen.

Am 18. März 1920 lud daher Emil Beck die am Fußballsport interessierten junge Leute ins Gasthaus Staufeneck ein. Bei dieser Versammlung wurde der Fußballverein Süßen 1920 gegründet. Als Gründungsmitglieder sind laut Gründungsprotokoll vermerkt: Wilhelm Baisch, Hans Baumhauer, Hermann Baumhauer, Emil Beck, Robert Beck, Max Betzler, Willi Blessing, Otto Bromm, Kaspar Deiß, Albert Eisele, Bernhard Eisele, Alfons Emberger, Hermann Fischer, Karl Funk, Ernst Gassner, Ernst Geyer, Anton Handschuh, Hans Honecker, Wilhelm Honecker, Georg Keller, Karl Lipp, Heinrich Munz, Hans Müller, Martin Saur, Ernst Sauter, Paul Seeger, Eugen Seitz, Erwin Sperle, Karl Stadelmaier, Wilhelm Steeb, Max Waibel, Reinhold Weber, Eugen Weidmann, Karl Weidmann, Gustav Wiegefe, Heinrich Ziegler

Der erste Ausschuss bestand aus: 1. Vorstand Heinrich Munz, Schriftführer Ernst Geyer, Kassier Emil Beck, Spielleiter Robert Beck. Als vordringlichste Aufgabe musste die Suche nach einem geeigneten Sportgelände gelöst werden. Die ersten Spiele wurden zunächst auswärts ausgetragen, bis schließlich ein Platz am Tannenwald gepachtet werden konnte. Die Pachtsumme von RM 1.400,- wurde von zwei Mitgliedern vorgestreckt. Bereits 1920 wurde eine Herbstunterhaltung und eine Christbaumfeier abgehalten.

Anfang 1921 wurde der Platz nochmals für ein paar Monate gepachtet. Aber dann konnte man sich auf keinen Pachtpreis mehr einigen, so dass der Spielbetrieb bis März 1925 ruhte. Nun war es wieder möglich, von Eduard Emberger den gleichen Platz zu pachten. Der Spielbetrieb wurde am 14. Juli 1925 wieder aufgenommen. Gleichzeitig erfolgte auch eine Anmeldung beim Süddeutschen Fußballverband. Damit kam wieder neues Leben in den Verein. Eine Jugendabteilung wurde gegründet sowie eine Leichathletikabteilung. Im Dezember 1926 wurde das Sportplatzgelände verkauft. Der Käufer erlaubte den Sportbetrieb noch für ein weiteres Jahr, bis 1927 die endgültige Räumung erfolgte.

Am 13. August 1927 wurde von Karl Schlotterbeck der Antrag gestellt, den Vereinsnamen zu ändern, da nicht nur Fußball gespielt wurde. Mit großer Mehrheit wählte die Versammlung den Namen:

Verein für Rasenspiele Süßen

Im gleichen Jahr hatte der Gemeinderat von Kleinsüßen beschlossen, an der Kuntzstraße einen Sportplatz zu errichten und ihn dem VfR zur Benützung zu überlassen. Ab Juni 1928 war der Platz bespielbar. Da aber noch nicht alle Arbeiten abgeschlossen waren, wurde die festliche Übernahme auf das Jahr 1929 verlegt. Zur Sportplatzeinweihung wurden Pokalspiele der A- und B-Klasse sowie Leichtathletikwettkämpfe ausgeschrieben. In seiner Festansprache übergab Schultheiß Zwick dem damaligen Vorstand Christian Eitel das Sportgelände. Dieser bedankte sich dafür, dass der VfR nun ein bleibendes Zuhause habe.

1930 wurde dann das erste Clubhaus von der Gemeinde erstellt. Der VfR musste eine kaum aufzubringende jährliche Pacht von RM 300.- bezahlen. Wasser war keines vorhanden. Arbeitslose Mitglieder gruben deshalb einen Brunnen.

1932 wurde von der Generalversammlung August Wahl zum neuen Vorstand gewählt. Von da an verzeichnete der Verein eine stete Aufwärtsentwicklung. Im Mai wurde der Kreisjugendtag ausgerichtet. Eugen Beisenwenger war damals Kreisjugendleiter.

Die Sportplatzumschrankung musste laufend instand gesetzt werden, deshalb beschaffte Gustav Wiegrefe von der Fa. Kuntze Ausschussrohre. Diese dauerhafte Umschrankung stand solange der Sportplatz an der Kuntzestraße bis Anfang der 80er Jahre benutzt wurde.

Im Spieljahr 1932/33 errang die erste Mannschaft die Meisterschaft in der B-Klasse.

Im Jahre 1933 übte die NSDAP immer mehr Druck auf die Vereine aus. Der Vorstand wurde in Vereinsführer umbenannt. Er wurde auch als einziger von der Hauptversammlung gewählt. Die Mitarbeiter wurden vom Vereinsführer ernannt. Die Jugendlichen mussten 1934 geschlossen zur Hitlerjugend überführt werden. Ab 1935 verzichtete die Gemeinde auf Bezahlung einer Clubhauspacht. Infolge zahlreicher Einberufungen zur Wehrmacht wurde die Mannschaft immer mehr geschwächt, schließlich war man froh, die Kreisklasse 1 halten zu können.

Am 18. Dezember 1937 wurde auf Betreiben des damaligen Ortsgruppenleiters die Zusammenlegung der beiden Vereine VfR und TSV Süßen auf den 1.1.1938 beschlossen. 1. Vortand war seinerzeit Karl Wehe. Unter dem neuen Vereinsnamen Turn- und Sportverein Süßen wurde auf dem alten Sportplatz bis zum Kriegsbeginn weiter Fußball gespielt. Der Sportplatz wurde während des Krieges umgepflügt und es wurde Gemüse angebaut. Bei Kriegsende parkten auf dem Platz die Amerikaner ihre Panzer.

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg 

nach-kriegIm Laufe des Sommers 1945 kamen immer mehr ehemalige Spieler und vor allem früherer Jugendspieler aus den Lazaretten und Kriegsgefangenenlager nach Hause. Bereits Ende August konnte ein erstes Freundschaftsspiel gegen den 1. FC Donzdorf bestritten werden. Es wurde vom TSV Süßen, Abt. Fußball, mit 8:4 gewonnen. Die Initiative dazu ging von einigen älteren Spielern aus, an der Spitze Alois Funk. Er wurde auch zum neuen Spielobmann gewählt.

Im Herbst begann mit den bis dahin gemeldeten Vereinen ein provisorischer Spielbetrieb. Die Heimspiele wurden auf dem TSV Platz ausgetragen. Zu den Auswärtsspielen gelangte man entweder zu Fuß (Salach, Donzdorf), mit dem Zug (Reichbach/Fils) oder mit dem Fahrrad (Adelberg, Reichenbach i.T.) um nur einige Orte zu nennen. Zu ungünstiger oder weiter entfernten Spielorten, wie z.B. zu einem Freundschaftsspiel in Heidenheim, konnte der Holzgaser-LKW der Fa. Carnaghi, Eislingen, gewonnen werden, wozu allerdings das Holz gestellt werden musste. Organisieren hatten die Spieler ja beim Kommiß gelernt, so dass auch diese Problem gelöst werden konnte.

Der Neuanfang nach dem Krieg

Einen Neuanfang gab es mit dem 5. Februar 1947, einem denkwürdigen Tag in der Geschichte des VfR Süßen. Alte VfRler trafen sich im Gasthaus Staufeneck, um den Verein wieder erstehen zu lassen und sich vom TSV zu trennen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Unterzeichner des Protokolls und der neuen Vereinssatzung waren: Alois Funk, Gerhard Herrlinger, Josef Hofmann, Rudolf Mächtle, Hans Riegert und Albert Waldenmaier. 1. Vorstand wurde Ernst Strauß. Nach der Anmeldung beim Sportverband und Fußballverband konnte bereits im Sommer 1947 mit den Spielen begonnen werden. Einige der damaligen Fußballer der Nachkriegszeit waren: Hans Abt, Hermann Boger, Alois Bundschuh, Karl Eberhardt, Franz Fülle, Alois Funk, Willi Heldele, Walter Keller, Theo Kölle, Hans Kontermann, Karl Müller, Günter Priesent und Hans Riegert. Um die Spuren der Nachkriegszeit zu beseitigen, musste der Sportplatz planiert und neu eingesät werden.

Die Jahre nach dem Krieg waren nicht einfach. Im Winter wurde im Pelikansaal trainiert. Die Fußballer mussten Holz für die Heizung mitbringen. Gegen die Mannschaft "Polonia", kriegsverschleppte Polen vom Flugplatz Göppingen, wurde gespielt, nur um etwas Schokolade, Kaffee und Kakao zu bekommen. Die Mitglieder wurden gebeten, Zigaretten zu stiften, damit dafür Leder für die Herstellung von Fußbällen eingetauscht werden konnte. Die Mitgliederzahl wuchs ständig. Jugendleiter Gerhard Herrlinger konnte bereits damals Mädchen für eine Mädchenabteilung gewinnen.
Die 1. Mannschaft spielte damals in der A-Klasse. Beachtlich für die damalige Zeit war die Anstellung von Trainer Müller aus Ulm. Dank seiner Arbeit wurde das Spielniveau wesentlich verbessert. 1948 wurde auch wieder eine Leichtathletik-Abteilung unter der Leitung von Erich Bader gegründet. Eine Schachabteilung erfreute sich großer Beliebtheit. Der heutige Schachclub ist daraus hervorgegangen. Wanderfreunde bíldeten unter dem Wanderwart  Lothar Mechel eine Wanderabteilung. Nach einer schweren Krise 1949, bei der sieben Ausschussmitglieder ihr Amt niederlegten, ergaben die erforderlichen Neuwahlen: 1. Vorstand Alois Funk, 2. Vorstand Rudolf Mächtle, Spielobmann Franz Stöckler, Jugendleiter Josef Müller, Hauptkassier Peter Faber, Schriftführer Karl Gunzenhauser.

Die 50er Jahre

Nachdem wegen der Kriegswirren und der Zwangzusammenlegung mit dem TSV das 25-jährige Jubiläum ausgefallen war, wurde 1950 50-51das 30-jährige Jubiläum mit Fußballwerbewochen und Jubiläumsabend im Hirschsaal gefeiert. Das Clubhaus, das seit Herbst 1944 von dem ausgebombten Ehepaar Mack bewohnt wurde, war nach ständigem Drängen des VfR inzwischen geräumt worden. Es wurde gründlich renoviert und die Umkleidekabinen wurden vergrößert sowie ein Duschraum eingerichtet.

Die Mannschaft spielte mit wechselndem Erfolg in der A-Klasse. Bereits damals gab es zwei internationale Begegnungen gegen eine schweizerische Mannschaft. Adolf Rieker erzielte in dieser Saison 26 Treffer und Franz Himmelsbach folgte an 2. Stelle mit 23 Toren. Rudolf Rieker war 1. Vorstand, Eugen Beisenwenger 2. Vorstand, Spielobmann Adam Himmelsbach und Jugendleiter Wilhelm Waldenmaier.

1952 wurde bei der Gemeinde beantragt, die Baracke auf dem Sportgelände zu entfernen, um dort einen kleinen Trainingsplatz erstellen zu können. 15 Jahre dauerte es dann noch, bis dieser Wunsch erfüllt wurde. 1952/53 wurde die C-Klasse eingeführt. Der VfR hatte das Pech, in der bisherigen A-Klasse nur eine Mittelplatz zu belegen, so dass er in die B-Klasse zurückversetzt wurde. Klassenleiter der A-Klasse war damals Alois Funk.

1953 wurde Gerhard Herrlinger als 1. Vorsitzender gewählt. Hans Riegert war Spielobmann. Junge Spieler aus den eigenen Reihen waren damals Albert Aubele, Heinrich Pinz, Heinz Geiger, Siegfried Schupfner, Paul Rieker u.a.

Im Jahre 1954 richtete der VfR zusammen mit dem Musikverein das Kinderfest aus. Bei einem Leichtathletik-Vergleichskampf mit Nachbarvereinen konnte die Mannschaft des VfR den Sieg erringen. Ende 1954 stand die 1. Mannschaft an der Tabellenspitze der B-Klasse. Hans Kontermann war Spielobmann, Betreuer der 1. Mannschaft Peter Faber. Am Ende verpasste man die Meisterschaft im Entscheidungsspiel gegen GA Altenstadt.

Der schlechte Zustand des Platzes und die Baracke an der Westseite des Sportplatzes erregte die Gemüter der Ausschussmitglieder. Im Februar und März 1956 mussten alle Spiele abgesagt werden, um den Platz zu schonen. Im gleichen Jahr wurde Karl Eberhard zum neuen Vorsitzenden gewählt. Wilhelm Waldenmaier wurde Spielobmann und Anton Kordon Jugendleiter. Unter dem neuen Vorstand wurde über ein Clubhausanbau gesprochen. Hermann Baumhauer und Gustav Wiegrefe hatten sich für die Realisierung eingesetzt. Wegen einer schweren Erkrankung musste Wilhelm Waldenmaier sein Amt als Spielobmann abgeben. Im September 1957 wurde Bernhard Riegert sein Nachfolger.
 
58-59Es zeigte sich immer mehr, dass das Clubhaus trotz Vergrößerung dem ständig wachsenden Sportbetrieb und den gestiegenen Ansprüchen nicht mehr gerecht wurde. Im Juni 1958 fand daher zwischen der Gemeinde Süßen, vertreten durch Bürgermeister Eisele und Ortsbaumeister Brühl, dem Bauausschuss des VfR eine Besprechung über eine Lösung der bestehenden Raumnot statt. Bürgermeister Eisele hatte gegen eine Vergrößerung des Clubhauses nichts einzuwenden. Schließlich entschied man sich aber für einen Neubau, ausgeführt durch den VfR. Der Baugrund, so wurde von der Gemeindeverwaltung versichert, werde dem VfR als Schenkung überlassen. Die erste Mannschaft schaffte nach der Saison 1958/59 die Meisterschaft unter Spielertrainer Franz Himmelsbach und stieg in die A-Klasse auf. Folgende Spieler waren am Erfolg beteiligt: Albert Aubele, Berthold Aubele, Heribert Bayer, Ernst Faltenmaier, Herbert Funk, Heinz Geiger, Franz Himmelsbach, Herbert Naumann, Heinrich Pinz, Egon Riegert, Siegfried Schupfner. Spielobmann war Bernhard Riegert. Peter Faber wurde 1. Vorstand, 2. Vorstand Eugen Beisenwenger, Geschäftsführer Karl Gunzenhauser und Hauptkassier Josef Riegert.

Die 60er Jahre

Im Februar 1960 wurde die Baugrube ausgehoben. Nach einer Erkrankung des 1. Vorstandes musste Eugen Beisenwenger als 2. vorstand den Verein leiten. Es galt das 40-jährige Jubiläum vorzubereiten und gleichzeitig die Bauarbeiten am Vereinsheim zu bewältigen.

1961 konnte das Vereinsheim seiner Bestimmung übergeben werden. Bei der Einweihung wurde das Vereinsheim vom Ehepaar Walter Schölkopf an das Ehepaar Himmelsbach als neue Wirtsleute übergeben. Das damalige Vereinsheim wurde zum großen Teil von freiwilligen Helfern errichtet. Maßgeblich daran beteiligt waren: Hans Eisele, Adam Himmelsbach, Franz Himmelsbach, Bernhard Riegert, Egon Riegert, Wilhelm Waldenmaier, Fritz Zott, Albert Aubele, Herman Baumhauer, Adolf Igler, Ferdinand Luksch, Walter Schölkopf und Rolf Wiegrefe. Im Bauausschuss waren Arpad Hammerl, Gustav Wiegrefe, Adam Himmelsbach und Albert Aubele.
 
60-61In der Saison 1960/61 wurde die 1. Mannschaft unter Trainer Klaus Meister der A-Klasse und stieg in die 2. Amateurliga auf, in der sie sich aber nur ein Jahr halten konnten. In der damaligen Mannschaft spielten: Albert Aubele, Berthold Aubele, Manfred Eisele, Ernst Faltenmaier, Heinz Geiger, Hans Gunzenhauser, Franz Himmelsbach, Wolfgang Lehmann, Hans Müller, Herbert Naumann, Horst Pinz, Herbert Pinz, Horst Porzer, Egon Riegert, Siegfried Schupfner, Günther Scheel, Jürgen Wiegrefe und Walter Zofall. 1. Vorstand war Hans Riegert und Geschäftsführer Karl Gunzenhauser. Gottfried Trnka war Kassier.

Nach der Fertigstellung des Clubhauses wurde sofort mit dem Anbau der Pächterwohnung begonnen. Insgesamt war der Bau 1963 fertig. Zu dieser Zeit wurde auch vom VfR die Flutlichtanlage an dem Sportplatz installiert.

In der Saison 1964/65 wurde die 1. Mannschaft wieder Meister der A-Klasse und stieg in die 2. Amateurliga auf. Unter Spielobmann Bernhard Riegert und Trainer Tiefenbach spielten damals Gerhard Baar, Heribert Bayer, Manfred Eisele, Peter Eisele, Heinz Geiger, Franz Himmelsbach, Wolfgang Lehmann, Egon Riegert, Dieter Schmid, Siegfried Schupfner, Hans Simon, Hans Waller und Walter Zofall. 1. Vorsitzender war inzwischen Karl Gunzenhauser. 2. Vorstand Gottfried Trnka und Kassier Rolf Wiegrefe.

Im Jahr 1966 wurde man bei der Gemeinde vorstellig, um ein Kleinfeld als Nebenplatz anzulegen und die Baracke neben dem Clubhaus endgültig abzubrechen. Udo Ritter war inzwischen Trainer geworden.

In den Jahren 1967 und 1968 befasste man sich unter dem Vorsitzenden Richard Scheu mit der Frage eines Ausweichplatzes auf dem Gelände der Fa. Kuntze. Von Seiten der Gemeinde wurde dies jedoch nicht unterstützt. Die 1. Mannschaft konnte sich nun schon längere Zeit in der 2. Amateurliga halten. Nach Trainer Otto Klaus wurde Hans Kontermann wieder als Trainer angestellt. Viele ältere Spieler hörten damals auf. Von der A-Jugend kamen neue Gesichter in die Mannschaft, u.a. Michael Hocke.

Ein Jahr später wurde die Absicht der Gemeinde debattiert, an der Lauter einen Ausweichplatz zu schaffen. Niemand wollte damals aber den angestammten Platz an der Kuntzestraße verlassen. Karl Gunzenhauser wurde wieder 1. Vorsitzender, Rolf Wiegrefe war 2. Vorstand. Nach Robert Zofall als Spielobmann übernahm Konrad Hummel das Ruder. Günter Mertineit verwaltete die Finanzen.

Die 70er Jahre

Neben dem guten Abschneiden der 1. Mannschaft mit dem 3. Platz in der 2. Amateurliga stand das Jahr 1970 ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. Mit einer "Star-Parade 1970", dem Jubiläumsabend und dem Gemeindekinderfest waren zwei Wochenenden voll ausgefüllt. Die Gemeinde hatte inzwischen an der Lauter entsprechende Grundstücke erworben, so dass man mit einem neuen Sportplatz bald rechnen konnte. Das alte Vereinsheim wollte man aber nur verlassen, wenn an einem anderen Standort etwas Vergleichbares bezogen werden könne. Die Jugendleitung übernahm damals Waldemar Basler, der in neun Jahren als Jugendleiter viele Erfolge verzeichnen konnte.

In der Saison 1970/71 konnte die erste Mannschaft nach einem schlechten Start doch noch der Klassenerhalt sichern. Christian Hocke, Walter Zofall und Gerhard Baar waren in allen Punktspielen dabei. Trainer war Otto Jaus.

Der VfR beteiligte sich 1971 an der 900-Jahr-Feier der Gemeinde Süßen. Richard und Berta Bauer wurden neue Clubhauspächter. Die neue Bizet-Sporthalle wurde zum Training über den Winter benutzt. Die aktive Mannschaft belegte wieder einen vorderen Tabellenplatz und kam unter die letzten acht im WFV-Pokal. Manfred Funk und Helmut von Eiff waren jetzt neben den Spielern des Vorjahres ebenfalls bei allen Punktspielen dabei. Stefan Perl und Alois Hierlemann waren die besten Torschützen in der Saison 1971/72.

Eine Damengymnastikgruppe wurde 1972 gegründet. Die erste Abteilungsleiterin war Rita Eisele. Udo Ritter wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt, Josef Schenk wurde 2. Vorstand. Egon Riegert und  Walter Zofall wurden für 600 Spiele für den VfR geehrt. Im Vereinsheim an der Kuntzestraße wurde ein Geschäftszimmer eingerichtet und die Duschen renoviert.

Größere Umbauten sowie der weitere Ausbau des Vereinsheims zu einem ganztägig geöffneten Gaststättenbetriebes wurden 1973 durchgeführt. Andererseits konnte man die Fertigstellung des neuen Sportplatz an der Lauter absehen. In der dort befindlichen Baracke, die früher von der Fa. Stahl und Steißlinger als Werkstatt benutzt wurde, sollte vom VfR ein Aufenthaltsraum eingerichtet werden. Spielobmann Robert Zofall und Trainer Lohse quälten sich mit der 1. Mannschaft über die Runden. Hans Simon machte die meisten Spiele, Rüdiger Gerusel wurde bester Torschütze.

jugendabt1974 wurde Josef Schenk zum 1. Vorsitzenden gewählt. Heinz Heller wurde 2. Vorstand und hatte diese Amt dann über zehn Jahre inne. Spielobmann wurde Richard Bauer, der dann insgesamt 17 Jahre als Spielobmann oder im Spielausschuss tätig war. Kassier wurde für ein Jahr Hans Simon. Der Sportplatz an der Lauter wurde im August mit dem Einweihungsspiel gegen die thailändische Nationalmannschaft in Betrieb genommen. Der Ausbau des Sportheimes an der Lauter und die Erstellung eines weiteren Spielfeldes waren Themen bei Gesprächen mit der Gemeinde. Wegen Geldknappheit konnte aber kein Fortschritt erzielt werden.

Nach der Saison 1974/75 musste der VfR aus der 2. Amateurliga absteigen. Nur einmal war es noch möglich , ganz nahe an die Landesliga heranzukommen. Elf Jahre später verpasste man  um ein Tor den Aufstieg. Im Jahr des 75-jährigen Jubiläums ist der Weg in die Landesliga noch viel weiter entfernt.

Eine Damenfußballmannschaft wurde 1976 gegründet. Erste Abteilungsleiterin war Monika von Eiff. Hans Simon wurde für ein Jahr zum 1. Vorsitzenden gewählt. Das Amt übernahm ein Jahr später Michael Hocke. 1976 war er für ein Jahr Kassier. In diesem Jahr wurde auch in der Baracke an der Lauter vom VfR ein Raum hergerichtet, um darin Geräte unterzubringen und Getränke verkaufen zu können. Von der Gemeinde wurde zugesichert, dass die Dusch- und Umkleideräume bald ausgebaut werden sollten.

Mitte der 70er Jahre war die Jugend Aushängeschild des VfR. Die Aktiven konnten 1977 nur knapp unter Spielobmann Walter Zofall dem Abstieg aus der Bezirksliga entgehen. Kassier wurde Joachim Riegert, Schriftführer Reiner Geppert.

1977/78 belegten die Aktiven noch den 5. Platz. Im Clubhaus Kuntzstraße wurde die Küche erneuert. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde entwickelte sich positiv. Seit 1978 gibt es Vereinsförderungsrichtlinien. Es werden jetzt keine Benutzungsgebühren mehr für Sportstätten im Jugendbereich erhoben.

In der Saison 1978/79 lief es für die 1. Mannschaft immer schlechter. Trainer Schumann legte sein Amt nieder. Christian Hocke musste zum ersten Mal als Trainer einspringen. Am Ende der Saison stieg man in die Kreisliga A ab. Der bisherige Jugendleiter Waldemar Basler hörte auf und mit ihm viele seiner Betreuer. Reiner Geppert wurde Jugendleiter.

79-80

Fortsetzung folgt...


Entwicklung Clubhaus

Entwicklung vom alten Clubhaus an der Kuntzestraße über die Interimslösung im Sportgelände an der Lauter bis zum neuen Vereinsheim „Bühlgarten“

Anfang der 80er Jahre war der Spielbetrieb noch aufgeteilt. Die Jugend und die Reserve spielten auf dem alten Sportplatz an der Kuntzestraße, die 1. Mannschaft auf dem Sportplatz an der Lauter. Die Umkleideräume im alten Clubhaus wurden aber weiter benutzt. Als Pächter konnten 1981 Eberhard Sauter und Theresia Beuttenmüller gewonnen werden. Es zeichnete sich aber bald ab, dass sich der VfR nicht mehr am alten Sportplatz halten konnte. Die Gemeinde verstärkte ihren Druck, den kompletten Spielbetrieb im Sportgelände an der Lauter abzuwickeln. Die von der Gemeinde erstellten Umkleide- und Duschräume konnten inzwischen benutzt werden. 1981 wurde der Hartplatz an der Lauter in Betrieb genommen. Der Steg über die Lauter wurde gebaut und damit das Sportgebiet besser erschlossen. Schon damals wurde über den Neubau eines Clubhauses nachgedacht. Auch Pläne wurden gefertigt. Das Gebäude sollte zwischen dem Rasen- und dem Hartplatz erstellt werden. Die Pläne scheiterten aber an der Finanzierung. Die Gemeinde hatte durch den Bau der Altenhilfe kein Geld. Die Pläne wurden deshalb zurückgestellt.
Dann wurde 1981/82 über einen Ausbau an das Sanitärgebäude nachgedacht und Pläne wurden gefertigt. Vorgesehen war ein Teilabbruch der Baracke, ein Neuanbau mit Unterkellerung und Pächterwohnung. Der Spielbetrieb war inzwischen voll in das Sportgebiet an der Lauter verlegt worden. Das Vereinsheim war aber immer noch in der Kuntzestraße. Eine außerordentliche Hauptversammlung beschloss, dass nun das Ziel verfolgt werden soll, auch das Vereinsheim in das Sportgebiet an der Lauter zu verlegen. Das alte Clubhaus sollte möglichst gut verkauft werden. Zuerst musste ein Schuppen für die Geräte gebaut werden. Das Material bezahlte die Gemeinde, die Arbeit wurde vom VfR durchgeführt. Gleichzeitig sollte für das Gebäude Kuntzestraße ein Käufer gefunden werden. Es stellte sich aber heraus, dass dieses Vorhaben sehr schwer war, zumal das Grundstück auch nach über 25 Jahren dem VfR noch nicht überschrieben war. Die Gemeindeverwaltung wollte zwar mit einem eventuellen Käufer die Platzfrage regeln. Alle Verkaufsbemühungen, selbst über einen Makler, blieben erfolglos. Man wollte einen Vereinsheimneubau nicht mit aller Gewalt erzwingen und entschloss sich deshalb, den provisorisch genutzten Raum in der Baracke an der Lauter in den Jahren 1983/84 für ein paar Übergangsjahre auszubauen. Eine Nutzung erfolgte dass dort über acht Jahre als 3. Vereinsheim. 1985 wurde vom VfR wieder gebaut, diesmal die Grabarbeiten für die Beregnungsanlage am Rasenplatz.

Ab 1986 gab es für das Clubhaus an der Kuntzestraße keinen Pächter mehr. Der VfR hatte noch immer keinen Käufer gefunden, deshalb wollte man das Gebäude an die Gemeinde für drei Jahre verpachten und danach verkaufen. Eine Verpachtung kam aber nicht zustande. 1987 wurde das alte Clubhaus an die Gemeinde zum Schätzwert verkauft. Heute ist dort die Ausländerbegegnungsstätte untergebracht.

Das Provisorische Clubhaus an der Lauter (Baracke) sollte dann für die nächsten Jahre der Anlaufpunkt sein. Es wurde von mehreren „Wirten“ bei den Spielen und dem Training bewirtet. Nebenher wurden mehrere Planalternativen für ein neues Clubhaus ausgearbeitet. U.a. wurde auch die Baracke mit einem Anbau überplant. Die Kosten wären aber fast genauso hoch geworden wie ein Neubau, so dass bald nur noch das Ziel „Bau eines neuen Vereinsheimes“ in Frage kam.

Der Gemeinderat stimmte dann dem Konzept eines Neubaus zu, mit der Maßgabe, dass auch die Umkleideräume im neuen Vereinsheim geschaffen werden. Dafür erhielt der VfR einen Zuschuss vom WLSB und der Gemeinde. Der Gemeinderat stimmte damals auch einem Abbruch der „Baracke“ nach Fertigstellung des Vereinsheims zu.

clubhaus1Bürgermeister Bauch und Architekt Brühl unterstützten den VfR beim Zuschussantrag beim WLSB. Im Finanzierungsplan waren neben dem Verkaufserlös des alten Vereinsheims (ohne Grund und Boden), einem Brauereidarlehen der Brauerei Götz, einem geplanten Bankdarlehen, den Zuschussmitteln des WLSB und der Gemeinde, auch ein zinsloses Darlehen der Gemeinde enthalten, das anstelle der Bezahlung des Grundstücks Kuntzestraße gewährt wurde. Neben den Eigenleistungen sollten diese Eigen- und Fremdmittel für den Bau reichen. Als Eigenleistungen waren ursprünglich 10.000 Stunden veranschlagt. Durch die lange Planungs- und Bauzeit wurde alles teurer. Der VfR konnte die Verteuerung durch tatkräftige Mithilfe von über 120 Helfern und weit über 20.000 Stunden fast ausgleichen. Das geplante Darlehen musste später um DM 50.000,- erhöht werden. Der Wert einschließlich Eigenleistung liegt heute bei über 2 Mio DM, ohne Grund und Boden, der nur gepachtet ist.

Das Baugesuch wurde im Herbst 1989 eingereicht. Der erste Spatenstich war am 8. April 1990. Zwei Jahre später war die Wohnung bezugsfertig. Die Gaststätte Bühlgarten wurde am 14. August eingeweiht. Die Außenanlagen 1993 fertiggestellt und die Umkleidekabinen im Januar 1994 in Betrieb genommen. Mit dem Kraftraum wurden 1995 die Arbeiten abgeschlossen.

clubhaus2Die Gaststätte Bühlgarten ist eine Bereicherung für die Süßener Bevölkerung. Ausgestattet mit einem großen Nebenzimmer, einem kleinen Nebenzimmer, der Gaststätte mit großzügiger Sitztheke, eignet sie sich für Festlichkeiten und Feiern aller Art. Eine große Terrasse mit angrenzendem kleinen Spielplatz rundet das Bild ab. Vor allem bei Gruppen und Jahrgängen ist sie sehr beliebt.

Verdient gemacht haben sich um den Neubau – im nunmehr 4. Vereinsheim einschließlich der kurzfristigen Übergangslösung in der Baracke an der Lauter: Waldemar Basler, Max Brandl, mit über 2000 Stunden. Eberhard Eisele, Egon Riegert, Josef Wolf mit jeweils über 1000 Stunden. Hans Eisele, Karl-Heinz Geiger, Reiner Geppert, Michael Hocke, Erich Riegert und Aldo Spallone mit jeweils über 500 Stunden. Über 200 Stunden hatten: Richard Bauer, Alois Bundschuh, Lothar Fischer, Manfred Funk, Wolfgang Funk, Heinz Geiger, Anton Graf, Robert Heinelt, Heinz Heller, Maren Heller, Otto Helmer, Reinhard Niess, Kurt Reissmüller, Bernd Riegert, Hans-Joachim Schurr und Alfred Weiß. Viele andere Helfer hatten noch insgesamt weit über 3000 Stunden. Alle Helfer kann man jedoch nicht aufzählen, der VfR Süßen war aber über jede Mithilfe dankbar.

Die Bauleitung  und die Innenplanung wurde überwiegend vom Bauausschuss durchgeführt. Ihm gehörten an: Michael Hocke, Alois Bundschuh, Eberhard Eisele, Hans Eisele, Reiner Geppert, Heinz Heller, Reinhard Niess und Hans Riegert. Daneben wurden VfR Mitglieder zu einzelnen Gewerken mit herangezogen.

Die Sponsoren des VfR Süßen

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